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Kork verlegen

Kork verlegen 1

Wenn die Entscheidung für den neuen Boden schließlich auf Kork gefallen ist, geht es ans Verlegen - hier können Heimwerker sich dann ganz in ihr Element versetzen.

Zuallererst: Bei Korkbelägen wird nur zwischen zwei Arten Platten unterschieden: Massivkork ist 4 bis 8 mm dick und nur eine Korkplatte, während furnierter Kork aus zwei verschiedenen Korklagen besteht, die miteinander kombiniert wurden. Beide Arten können aber entweder mit roher oder bereits eingefärbter Oberfläche bezogen werden, sowie bereits eingeölt oder versiegelt sein.

Beim Verlegen selbst steht man vor derselben Wahl wie auch bei Parkett und Laminat: Kork lässt sich sowohl auf ganzer Fläche fest verkleben als auch "schwimmend" verlegen. Erstere Methode ist verständlicherweise schwieriger, da sie einen möglichst sauberen, trockenen und vor allem ebenen Untergrund benötigt (Unebenheiten zeichnen sich sonst später im Boden ab). Dafür ist die verklebte Verlegung besser für Fußbodenheizungen geeignet als die schwimmende. Soll der Boden also vollflächig verklebt werden, benutzt der Handwerker Klebekork, der auf der Unterseite mit Klebstoff beschichtet ist, um einfacher verarbeitet werden zu können.

Kork verlegen

Die schwimmende Verlegeweise ist einfacher und daher auch für den Heimwerker eher zu bewältigen: Die Korkplatten werden nur nicht mit dem Untergrund verklebt, sondern hängen an den benachbarten Platten. Zusätzliche Isolations- und Dämmschichten sind hier fest mit den Platten verbunden und werden daher gleich mitverlegt, was neben der gesparten Zeit der Verklebung den enormen Geschwindigkeitsvorteil diese Art Verlegung erklärt. Schwimmende Verlegung eignet sich außerdem für Renovierungen und falls Klebstoffreste auf dem Untergrund das verklebte Verlegen unmöglich machen.

Nachdem der Korkboden erfolgreich verlegt wurde, darf dann eine Oberflächenbehandlung nicht fehlen (wenn rohe Platten verlegt wurden). Auch hier gibt es in erster Linie zwei Möglichkeiten: Den Kork zu ölen hebt seine Struktur hervor und schützt vor Feuchtigkeit und Verschmutzungen und sättigt den Boden nach einer Weile, sodass im Laufe der Zeit weniger Pflegemittel benötigt werden. Als Alternative bietet sich die Versiegelung des Korks an, die für erhöhte Belastbarkeit auch mehrfach hintereinander durchgeführt werden kann. Versiegelung schützt Kork stärker vor Beanspruchungen wie Abrieb und vor Verunreinigungen und gibt dem Boden einen matten Glanz.

Ist auch das nun geschafft? Dann können Sie sich nun endlich über Ihren fertigen Korkboden freuen! Um zu wissen, wie Sie die Lebensdauer von Kork verlängern können, raten wir Ihnen, unter "Korkpflege" weiterzulesen.